"Letzte Generation" vs. Politik:Verrückte Idee?

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In der ARD-Talkshow "Hart aber fair" forderte "Letzte Generation"-Sprecherin Aimée van Baalen einen Gesellschaftsrat - und löste damit harsche Reaktionen aus. (Foto: Thomas Bartilla/IMAGO/Future Image)

Klimaaktivisten fordern einen Gesellschaftsrat. Prominente Kritiker werfen ihnen Extremismus vor.

Von Oliver Weber

Um die "Klimakatastrophe" abzuwehren, schlägt die "Letzte Generation" einen "Gesellschaftsrat" vor, der aus zufällig ausgelosten Staatsbürgern besteht: "Quasi ein Deutschland in klein", das, von Experten beraten, einen wirksamen Maßnahmenkatalog ausarbeitet. Von mehreren Kommentatoren und Parteipolitikern musste sie sich deshalb jüngst allerdings anhören, "undemokratisch" zu sein. Der CSU-Generalsekretär warf ihnen gerade sogar Extremismus vor - als sei das Anliegen der Bewegung ein Fall für die Polizei und aus der Öffentlichkeit möglichst rasch zu verbannen. Was die Hobby-Verfassungsschützer jedoch vergessen zu haben scheinen: Wer die Institutionenordnung des Grundgesetzes für ein hohes, ja unverzichtbares Gut hält, dem muss alles daran gelegen sein, dass sie im Angesicht eines Menschheitsproblems wie des Klimawandels Regierungsfähigkeit beweist.

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