DebatteGod bless America

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Trübe Aussichten: Papst Leo XIV. scheint die Weltlage genau so zuzusetzen wie vielen anderen Beobachtern - aber im Gegensatz zu vielen Staatenlenkern scheut er den Konflikt mit dem Urheber vieler Probleme nicht: Donald Trump.
Trübe Aussichten: Papst Leo XIV. scheint die Weltlage genau so zuzusetzen wie vielen anderen Beobachtern - aber im Gegensatz zu vielen Staatenlenkern scheut er den Konflikt mit dem Urheber vieler Probleme nicht: Donald Trump. Matteo Minnella/REUTERS

Ausgerechnet ein Mann des Glaubens schwingt sich in diesen Tagen zum Retter der Vernunft auf: Warum selbst Kirchenkritiker in all dem Trump-Wahnsinn große Hoffnungen in Papst Leo XIV. setzen.

Essay von Claudius Seidl

Die Frage, ob Gott existiert, kann mit den Mitteln des Feuilletons nicht beantwortet werden (auch wenn der große katholische Philosoph Robert Spaemann genau das vor Jahren versucht hat, im Gespräch mit dem Kulturteil des Spiegels). Aber der Umstand, dass der Papst existiert, dass Leo XIV. tut, was er tut, sagt, was er sagt, ist ein starkes Zeichen dafür, dass der Glaube an diesen Gott ein Trost und eine Ermunterung ist in unseren Tagen des Wahnsinns und der Amoral. Oder zumindest der Glaube an den Papst.

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