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Leipziger Buchmesse endet mit Besucherrekord:E-Book boomt

So viel Interesse wie die Leipziger Buchmesse auf sich zog, so verheißungsvoll war nach Angaben des Börsenvereins der Start ins Jahr 2013. Die Umsätze legten um 1,7 Prozent zu. "Die Nachfrage nach dem Buch ist in dieser Gesellschaft ungebrochen und stark", sagte Skipis. 2012 hatte die Branche rund 9,6 Milliarden Euro umgesetzt.

Eine der spannenden Zukunftsfragen wird es allerdings sein, wo die Menschen ihre Nachfrage nach Büchern befriedigen. Die Krise des stationären Buchhandels ist nicht ausgestanden. Laut einer Umfrage des Börsenvereins erwarten nur 25 Prozent der Händler derzeit gute Geschäfte, die Hälfte geht dagegen lediglich von mittleren Umsätzen aus.

Aktuell werden laut Börsenverein 49,5 Prozent des Branchenumsatzes über den stationären Buchhandel erwirtschaftet, mit leicht sinkender Tendenz. Der Buchhandel sei ein Beispiel für den Wandel - dessen Ende nicht in Sicht ist.

Nicht mehr wegzudenken vom Markt sind inzwischen die E-Books, auch das war auf der Leipziger Buchmesse wieder zu sehen. Sowohl die Leser als auch Autoren interessieren sich für die Möglichkeiten des digitalen Publizierens.

Steuerten die E-Books 2011 noch ein Prozent zum Branchenumsatz bei, waren es 2012 schon zwei Prozent. Die Tendenz hier: klar steigend.

"Einfach auch viel Schrott dabei"

Doch so leicht es ist, als Leser ein E-Book runter- und als Autor eines in die Verkaufsplattform hochzuladen - das klassische, professionell lektorierte und layoutete Buch wird es so schnell wohl nicht verdrängen. Denn die Qualitätsprobleme der selbstverlegten E-Books sind nicht wegzudiskutieren.

Diese Erfahrung machte Wolfgang Tischer, Jurymitglied für den in diesem Jahr erstmals in Leipzig aufgelegten Indie-Autoren-Preis für erfolgreiche Selbstverleger. Mehr als 400 Titel wurden eingereicht. "Von den 100 Titeln, die ich bewerten musste, waren vielleicht 2 richtig gut", sagte Tischer. "Da ist einfach auch viel Schrott dabei."