Leipziger BuchmesseDas sind die Romane des Frühjahrs

Mit dabei: ein Gesellschaftsroman über das 21. Jahrhundert, eine autobiografische Erzählung über Mutterschaft und eine Charakterstudie Berlins. Lese-Tipps zur Buchmesse.

Aus der SZ-Literaturredaktion

Sheila Heti: Mutterschaft

Die amerikanische Autorin Sheila Heti ist bekannt dafür, in ihren Essays gängige Wünsche zu zerlegen. Ihr neuer autobiografisch inspirierter Roman "Mutterschaft" ist so etwas wie das Tagebuch einer Frau, die 36 Jahre alt ist und sich fragt, ob sie wirklich kein Kind will. Im Gespräch mit der SZ hat Heti erklärt, warum es in "Mutterschaft" auch viel um die eigene Abstammung geht: "Wenn man über sich selbst als potenzielle Mutter nachdenkt, kommt einem die eigene Abstammung in den Sinn. Du bist ja nur in der Lage, ein Kind zu bekommen, weil eine Frau das für dich getan hat. Und eine andere für sie. Beim Gedanken, diese Reihe enden zu lassen, geht der Blick in die Vergangenheit, in der eigenen Zukunft ist es aber vielleicht eine Erleichterung, kein Kind bekommen zu haben."

Ein ausführliches Interview mit Sheila Heti von Anne Backhaus lesen Sie hier mit SZ Plus.

Bild: Rowohlt 20. März 2019, 09:442019-03-20 09:44:14 © SZ.de/cag/luch/stein