Absage der Leipziger Buchmesse:Droht hier ein Kulturbruch?

Lesezeit: 4 min

Absage der Leipziger Buchmesse: Für Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins, ist die Absage ein schwerer Schlag für die Branche.

Für Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins, ist die Absage ein schwerer Schlag für die Branche.

(Foto: imago images/STAR-MEDIA)

Die Rückzieher der großen Verlagskonzerne führen zur dritten und diesmal überraschenden Absage der Buchmesse. Das sorgt für Ärger.

Von Felix Stephan

Nach der kurzfristigen Absage der Leipziger Buchmesse, die für Mitte März geplant war, bricht in der Buchbranche ein Konflikt offen aus, der auf mittlerer Temperatur schon länger vor sich hin siedete. Bei diesem Konflikt geht es um die Frage, ob Verlage in erster Linie Geschäftsinteressen unterliegen oder ob sie nicht noch eine andere Verantwortung haben, als wenn sie zum Beispiel Gummistiefel oder Präzisionsspindeln herstellen würden. Und es geht sehr ernsthaft darum, ob die Leipziger Buchmesse, nachdem sie drei Jahre in Folge abgesagt wurde, überhaupt noch eine Zukunft hat.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Erbschaft
Jetzt noch schnell das Haus verschenken
Two sad teens embracing at bedroom; Trauer
Tod und Trauer
Wie man trauernden Menschen am besten hilft
Menopause
Große Krise oder große Freiheit?
Wolf Biermann
"Das sind Dummheiten aus Klugscheißer-Motiven"
Medizin
Wie die Art der Geburt den Immunschutz prägt
Zur SZ-Startseite