Ein Theater-und-Musik-Festival, das bei seiner Gründung vor vier Jahren von der Politik den Auftrag erhalten hat, in einer abgehängten Region im Osten Brandenburgs und Sachsens den Strukturwandel mit Kultur zu begleiten, kann eigentlich nur scheitern. Wie sollen Kammerkonzerte und Theaterinszenierungen die Härten des Umbruchs, der für viele Leute erst mal nur bedeutet, dass sie nicht mehr gebraucht werden, abdämpfen oder gar reflexiv bearbeiten? Mal abgesehen davon, dass solche Erwartungen Theater und Musik als eine Art Fangopackung zur mentalen Entspannung missverstehen, bedeuten sie eine heillose Überforderung der Künste.
TheaterBestens investiert
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In „Empusion“ von Olga Tokarczuk spielen die Schauspielerinnen Herren, die Frauenverachtung in aller Gemütlichkeit feiern.
Krafft AngererDas Lausitz-Festival kostet viel Geld und zeigt Theaterstücke an abgelegenen Orten im Osten Brandenburgs und in Sachsen. Warum das genau so sein muss.
Von Peter Laudenbach
