BildungBraucht man Lateinunterricht, um ein mündiger Staatsbürger zu werden?

Lesezeit: 2 Min.

In Rom sind heute noch ab und zu Legionäre vor dem Kolosseum anzutreffen - und auch im benachbarten Österreich kann von einer „Marginalisierung der sogenannten ‚toten‘ Sprache Latein“ eigentlich keine Rede sein.
In Rom sind heute noch ab und zu Legionäre vor dem Kolosseum anzutreffen - und auch im benachbarten Österreich kann von einer „Marginalisierung der sogenannten ‚toten‘ Sprache Latein“ eigentlich keine Rede sein. Alessandro Di Meo

Das glauben zumindest mehrere Nobelpreisträger. Warum das L-Wort in Österreich eine Debatte auslöst.

Von Verena Mayer

Es war ein Vorschlag, wie sie Bildungspolitiker gerne äußern. Die Lehrpläne der Schulen sollten doch mal reformiert werden, sagte der österreichische Bildungsminister Christoph Wiederkehr von den liberalen Neos. Indem man zum Beispiel Dinge unterrichtet, die gerade wichtig sind, Informatik und den Umgang mit künstlicher Intelligenz. Der Vorschlag wäre vermutlich wie so vieles im Bildungsbereich ungehört verhallt, hätte Wiederkehr nicht gesagt, wovon er die Zeit für die neuen Lerninhalte abknapsen möchte: vom Lateinunterricht nämlich. Diesen will Wiederkehr um ein Drittel kürzen, Chat-GPT statt Cäsar und Cicero.

Zur SZ-Startseite

NS-Kunst
:Die Rückkehr der Nazi-Kunst

In vielen Ländern erstarken rechtsradikale Strömungen – ist es ein Zufall, dass das Interesse an NS-Kunst steigt? Besuch bei der German Art Gallery und einem Galeristen, der ein gutes Geschäft macht, ohne deswegen ein schlechtes Gewissen zu haben.

SZ PlusVon Geertjan de Vugt

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: