DebatteDa bleibt was kleben

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Nur einer konnte gewinnen: Der Grüne Cem Özdemir (li.) oder Manuel Hagel von der CDU, im Hintergrund Markus Frohnmaier.
Nur einer konnte gewinnen: Der Grüne Cem Özdemir (li.) oder Manuel Hagel von der CDU, im Hintergrund Markus Frohnmaier. Sean Gallup/Getty Images

Eine „Schmutzkampagne“ der Grünen, klagt die CDU, habe Manuel Hagel in Baden-Württemberg den Sieg gekostet. Aber hat sich der Mann nicht eher sauber selbst geschadet? Über die Kunst des Dreckwerfens in der politischen Arena.

Essay von Claudius Seidl

Die Rede von der Schmutzkampagne ist selbst nicht unbedingt eine Schmutzkampagne – aber fair, vornehm und womöglich richtig war es nicht, dass bedeutende Würden- und Funktionsträger der CDU, je geringer der Abstand zwischen den führenden Grünen und der Union am baden-württembergischen Wahlabend wurde, umso heftiger insistierten, dass Manuel Hagel, der Kandidat der CDU, das Opfer einer grünen Schmutzkampagne geworden sei. Hätten die Grünen fair gespielt, das war der Vorwurf, dann hätte Hagel die Wahl gewonnen. Die Grünen haben also gewissermaßen ihren Sieg geklaut.

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