Erstmals seit 1945 könnte eine rechtsextreme Partei eine Regierung in Deutschland übernehmen – ganz legal, mit der Mehrheit der Wähler im Rücken. In Sachsen-Anhalt steht die AfD derzeit bei um die 40 Prozent. Um sie zu verhindern, müsste sich eine All-Parteien-Koalition gegen die AfD bilden, die eine tiefe Krise für die CDU zur Folge hätte. Die Kanzlerpartei müsste dafür mit der Linken und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) zusammenarbeiten. Egal, welches Szenario eintritt: Für die Demokratie würde das nichts Gutes bedeuten.
Lukas Rietzschel lebt in Görlitz, einer Stadt mit rund 55.000 Einwohnern. Dort erlebt der Autor den Alltag in einer Region, über die der Rest Deutschlands vor allem diskutiert.
Sind wir so sehr damit beschäftigt, unsere Ablehnung der AfD zu betonen, wortreich, laut und tugendhaft, dass wir es versäumen, besser zu verstehen, weswegen diese Partei einen so großen Zulauf hat?Ronen Steinke im Podcast „Ist das gerecht?“
Im SZ-Podcast „Ist das gerecht?“ spricht Ronen Steinke mit Lukas Rietzschel darüber, warum die AfD gerade im Osten so erfolgreich ist – und ob progressive Kreise den Bezug zu den Menschen verloren haben, die sie eigentlich erreichen wollen.
Jeden zweiten Freitag erscheint eine Folge von „Ist das gerecht?“. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören auf SZ.de oder auf Spotify.
Host: Ronen Steinke
Redaktion: Annabell Burkhardt
Produktion: Carolin Lenk
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