KinoDie Schönheit des Strauchelns

Lesezeit: 3 Min.

Mariano De Santis (Toni Servillo) will nicht darüber entscheiden, was lebenswert ist und was nicht.
Mariano De Santis (Toni Servillo) will nicht darüber entscheiden, was lebenswert ist und was nicht.
Andrea Pirrello

Paolo Sorrentino hat für „La Grazia“ seine eigene Form von Eskapismus gefunden: Er hat sich einen Präsidenten ausgedacht, der am Gewicht seiner Verantwortung leidet.

Von Susan Vahabzadeh

SZ bei Google bevorzugen

Ähnlich wie in Deutschland haben Präsidenten in Italien überschaubare Aufgaben, solange die Regierung nicht in Scherben liegt. Diplomatie im großen Stil, Reden halten, Gesetze absegnen, über die andere entschieden haben. Ohne die Unterschrift des Bundespräsidenten ist kein Gesetz rechtskräftig; gelegentlich haben sich auch deutsche Bundespräsidenten nicht als bloße Abzeichnungsmaschine begriffen. So einen hat sich Paolo Sorrentino für seinen neuen Film „La Grazia“ ausgedacht: Mariano De Santis, von seinem Lieblingsschauspieler Toni Servillo verkörpert, soll ein Sterbehilfegesetz unterschreiben. Er will aber nicht darüber entscheiden, was lebenswert ist und was nicht.

Zur SZ-Startseite

„Parthenope“ im Kino
:Neapel, eine Männerfantasie

In „Parthenope“ huldigt Oscarpreisträger Paolo Sorrentino mit opulenten Bildern seiner Heimatstadt. Und eher nicht der Frau, die eigentlich seine Hauptfigur ist.

SZ PlusVon Carolin Gasteiger

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: