Es war ein Tag wie von der Direktion bestellt, kühl, feucht und dunkelgrau, Betroffenheitswetter, das allein schon sicherstellte, dass jedem, der dabei war, bewusst blieb, dass das Erinnern an die Naziherrschaft und deren Ende keine nette, freundliche Angelegenheit ist. Es tut weh, ein bisschen zumindest, weil die Füße kälter werden und der Rücken sich versteift, was man im Sinn der Gedenkkultur nur gutheißen kann.
DebatteEs muss wehtun
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Das Erinnern an die Naziherrschaft und deren Ende ist keine nette Angelegenheit. Warum man das nur gutheißen kann, zeigen die Diskussionen um den Gedenktag zur Befreiung von Buchenwald.
Essay von Claudius Seidl
