Buchenwald-Überlebender„Ich habe im hohen Alter noch einmal ein neues Leben begonnen“

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Jedes Jahr besucht Andrei Iwanowitsch Moiseenko die Gedenkfeier zur Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald. Mit der Zeit trifft er dort auf immer weniger ehemalige Häftlinge.
Jedes Jahr besucht Andrei Iwanowitsch Moiseenko die Gedenkfeier zur Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald. Mit der Zeit trifft er dort auf immer weniger ehemalige Häftlinge. Martin Schutt/Martin Schutt/dpa

Andrei Moiseenko ist einer der letzten Überlebenden des KZ Buchenwald – und feiert am 1. Mai seinen 100. Geburtstag. Über einen Mann, dessen Energie größer zu werden scheint.

Von Thomas Radlmaier

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Anfang vergangenen Jahres flog er zum ersten Mal in seinem Leben nach Japan. Im Menschengetümmel von Tokio tanzte er beim Live-Konzert einer Rockband und zeigte die gehörnte Hand, das Heavy-Metal-Zeichen. Er sang in einer Bar auf Russisch ein Lied mit der Zeile: „Ich liebe dich, Leben.“ Auch besuchte er den mit Schnee bepuderten Vulkan Fuji und das Friedensdenkmal in Hiroshima – stets bedeckte ein buntes Blümchenkäppi mit der Aufschrift „Tokyo“ seine weißen Haare.

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Als Truppen der US-Armee das Konzentrationslager Dachau am 29. April 1945 befreiten, trafen sie auf rund 32 000 völlig entkräftete Häftlinge – und auf Berge von Leichen. Ein Rückblick auf historische Stunden zwischen Freude und Verderben.

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