Kurzkritiken zu den Kinostarts der Woche:Verzweifelte Väter im Dreierpack

Dwayne "The Rock" Johnson mimt einen hoffnungslosen Vater. Will Smith fliegt ins 31. Jahrhundert und in einem Disney-Märchen wächst ein Junge aus der Erde. Welche Filme den Kinobesuch lohnen - und welche nicht.

Von den SZ-Kritikern

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Kurzkritiken zu den Kinostarts der Woche:"After Earth"

Film "After Earth" mit Will Smith im Kino

Quelle: dpa

Die Filmstarts vom 06. Juni auf einen Blick - bewertet von den SZ-Kritikern. Rezensionen ausgewählter Filme.

"After Earth"

Familie Smith macht einen Blockbuster, Will und Jaden in den Hauptrollen. Doch weder Hollywood-Nepotismus noch Scientology-Verdacht sind die Kernprobleme dieses Films, sondern der stoische Ernst, mit dem die Smiths und Regisseur M. Night Shyamalan das 31. Jahrhundert beschwören, in dem aus der Erde ein archaischer Dschungel geworden ist. Und in dem geht dann auch noch die Science Fiction flöten.

David Steinitz

Die ausführliche SZ-Filmrezension lesen Sie hier.

Im Bild: Jaden Smith als Kitai

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Kurzkritiken zu den Kinostarts der Woche:"Before Midnight"

Film "Before Midnight" mit Julie Delpy und Ethan Hawke im Kino

Quelle: 2013 PROKINO Filmverleih GmbH

Eine Trilogie über das Verstreichen der Zeit ist Richard Linklaters Filmreihe um Jesse (Ethan Hawke) und Celine (Julie Delpy) geworden, das wird nun, mit dem dritten Teil "Before Midnight" klar. Im Spielfilm ist das selten, das Ergebnis ist melancholisch, philosophisch und komisch zugleich - aber so richtig in den Bann schlägt es einen vielleicht nur, wenn man als Zuschauer von Anfang an dabei war. Und mitaltert.

Susan Vahabzadeh

Die ausführliche SZ-Filmrezension lesen Sie hier.

Im Bild: Julie Delpy als Celine und Ethan Hawke als Jesse

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Kurzkritiken zu den Kinostarts der Woche:"Clara und das Geheimnis des Bären"

Film "Clara und das Geheimnis des Bären" im Kino

Quelle: Farbfilm

Eine Geistergeschichte in den Schweizer Alpen, in denen die lebhafte Phantasie eines kleinen Mädchens  (Ricarda Zimmerer) den Wald in einen Hort düsterer Geheimnisse verwandelt. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen, wobei die große Frage ist, ob man die Natur bezwingt oder sich doch besser mit ihr verbündet. Knarzendes Holz, flackerndes Kerzenlicht und raschelnde Wälder: In stimmungsvollen Bildern erzählt Tobias Ineichen eine berührende Coming of Age- Geschichte, die wie jede Kindheit Elemente von Horror beinhaltet.

Anke Sterneborg

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Kurzkritiken zu den Kinostarts der Woche:"Ihr werdet euch noch wundern"

Film "Ihr werdet euch noch wundern" im Kino

Quelle: dpa

Immer kühner wird das Kino von Alain Resnais, tollkühner, in seiner Mischung aus Coolness und Leidenschaft. Zwei Stücke des großen Theatermelancholikers Jean Anouilh hat er für seinen neuen Film ineinander geschraubt, seine bewährten Akteure - Sabine Azéma, Pierre Arditi, Anne Consigny, Lambert Wilson - zu einer filmischen Zentrifuge um Liebe, Lust, Lebensüberdruss stimuliert. Der deutsche Titel dämpft freilich eher den Drive der Unternehmung, das Original Vous n'avez encore rien vu sagt uns sofort, worum es  geht. Die Tragödie des Schauens, den tödlichsten Blickwechsel der Geschichte - Orpheus und Eurydike.

Fritz Göttler

Im Bild: Lambert Wilson als Orpheus und Anne Consigny als Eurydike

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Kurzkritiken zu den Kinostarts der Woche:"Max Beckmann - Departure"

Film Doku "Max Beckmann - Departure" im Kino

Quelle: Piffl Medien GmbH

Ein gelungenes Künstlerporträt über den Maler Max Beckmann mit ästhetischen Aufnahmen von den Orten seines Wirkens, darunter Amsterdam, Paris, New York. Regisseur Michael Trabitzsch lässt den Künstler in Briefen und Tagebüchern zu Wort kommen und ausgewählte Triptychen von Experten interpretieren. Die Kraft und Sinnlichkeit der Bilder Beckmanns gehen dabei leider etwas verloren.

Thorsten Glotzmann

Im Bild: Didier Ottinger, Direktor Centre Pompidou

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Kurzkritiken zu den Kinostarts der Woche:"Snitch - Ein riskanter Deal"

Film "Snitch" im Kino

Quelle: dpa

Überraschung: Dwayne "The Rock" Johnson einmal nicht als cartoonhafter Action-Held. Regisseur Ric Roman Waugh hält kein "Fast&Furios"-Szenario für ihn bereit, sondern das Drama vom verzweifelten Vater, der sich undercover in ein mexikanisches Drogenkartell einschleust, um seinen Sohn zu retten. Schnörkelloser Thriller, Milieurealismus plus Noir-Atmosphäre, und eine prächtige Susan Sarandon als karrieregeile Staatsanwältin.

Rainer Gansera

Im Bild: Dwayne Johnson als John

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Kurzkritiken zu den Kinostarts der Woche:"Das wundersame Leben von Timothy Green"

Film "Das wundersame Leben von Timothy Green" mit Jennifer Garner im Kino

Quelle: dpa

Die Greens, ein sympathisches Mittelstandspaar aus dem mittleren Amerika (Joel Edgerton und Jennifer Garner) müssen ihren Kinderwunsch begraben - und tun das ganz wörtlich mit einem Wunschzettel im Garten. Aus der Erde aber wächst ein Junge mit lustigen grünen Blättern an den Beinen, den sie lieben lernen. Leider ist das Glück nur von kurzer Dauer. Amerika, sagt uns dieses herrlich doppeldeutige Disney-Märchen, muss lernen, mit seiner Unfruchtbarkeit zu leben - nur aus China kommt Hoffnung.

Jan Füchtjohann

Im Bild: Jennifer Garner als Cindy, CJ Adams als Timothy (Mitte) und Joel Edgerton als Jim

© SZ vom 06.06.2013/kath
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