Kurzkritiken zu den Kinostarts der Woche Tolle Schauplätze, volle Schnurrbärte

Darf man als Linker eine Putzfrau haben? Was ist der Unterschied zwischen deutschen und dänischen Männern? Darf man eine Hure lieben und alle anderen hassen? Fragen wie diese begegnen uns derzeit im Kino. Für welche Filme sich der Kinobesuch lohnt - und für welche nicht.

In "Harms" begegnet uns Heiner Lauterbach mit vollem Schnauzer, so wie auch in "Meteora" Bärte gezeigt werden, neben einem grandiosen Schauplatz für die verbotene Liebe. "Angélique" ist packend, aber ohne Charme. Für welche Filme sich der Kinobesuch lohnt - und für welche nicht.

Angélique

Ariel Zeitoun hat die prärevolutionäre Heldin Angélique reanimiert: Der Sonnenkönig ist noch an der Macht, Angélique verliebt sich in den Freigeist, mit dem sie schon verheiratet wurde, und als der verhaftet wird, muss sie sich in Paris allein durchschlagen. Mutet modern an, wacklig und schnell geschnitten, und Angélique ist auch ein bisschen zupackender als früher. Nützt aber nix, irgendwie ist dabei der trashige Charme der alten Filme auf der Strecke geblieben.

Susan Vahabzadeh

Im Bild: Nora Arnezeder als Angélique und Tomer Sisley als Baron Philippe de Plessis-Belliere.

Bild: dpa 12. Juni 2014, 10:432014-06-12 10:43:34 © SZ.de/nema/pak/rus