Kurzkritiken zu den Kinostarts der WocheStille Dramen und üble Obsessionen

In "Stiller Sommer" trifft die Leichtigkeit des französischen Sommers auf verdrängte Gefühle, im "Lego Movie" wird die Welt fortlaufend umgebaut, und Arnold Schwarzenegger kommt in "Sabotage" nicht von einem Snuff-Video los. Für welche Filme sich der Kinobesuch lohnt - und für welche nicht.

In "Stiller Sommer" trifft die Leichtigkeit des französischen Sommers auf verdrängte Gefühle, im "Lego Movie" wird die Welt fortlaufend umgebaut, und Arnold Schwarzenegger kommt in "Sabotage" nicht von einem Snuff-Video los. Für welche Filme sich der Kinobesuch lohnt - und für welche nicht.

Stiller Sommer

Arbeitsstress und Ehefrust lassen die Kunsthistorikerin Kristine unvermittelt verstummen. Schweigend zieht sie sich ins südfranzösische Ferienhaus zurück, wo vergangene Verletzungen auf zukünftige Perspektiven treffen, die Leichtigkeit des französischen Sommers auf das Drama verdrängter Gefühle. Inspiriert von Pasolini "Teorema" und persönlicher Familiengeschichte entfesselt Nana Neul mit Theatergrößen wie Dagmar Manzel und Ernst Stötzner ein raffiniertes Spiel, in dem sich die Schweigende zugleich entzieht und unwiderstehlich verführerisch wirkt.

Im Bild: Dagmar Manzel als Kristine und Ernst Stötzner als Herbert

Anke Sterneborg

Bild: Zorro Film 10. April 2014, 08:212014-04-10 08:21:23 © SZ.de/pfn