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Buch über Kurt Landauer:"Höre und staune, aber bitte lache nicht!"

Kurt Landauer bei der Rede zum 30. Jubiläum des FC Bayern, 1930.

Vier seiner Geschwister wurden von den Nazis ermordet. Dennoch kehrte er nach München zurück und war bis 1951 noch einmal Präsident des FC Bayern: Kurt Landauer bei der Rede zum 30. Jubiläum des FC Bayern, 1930.

(Foto: Franz Kimmel/ Privatbesitz/Insel Verlag)

Das Buch "Kurt Landauer - Der Präsident des FC Bayern" geht weit hinaus über eine sportliche Biografie.

Von Holger Gertz

Dass Kurt Landauer überhaupt dem Reich des Vergessens entrissen wurde, ist eine der bemerkenswerteren Volten der jüngeren Fußballkulturgeschichte. Ausgerechnet einige Fans des FC Bayern - wahrhaftige Ultras - sind es gewesen, die aufmerksam wurden auf die Biografie dieses Mannes, der viermal Präsident des FC Bayern gewesen war, aber von seinem Verein lange nicht in entsprechenden Ehren gehalten wurde. "In meinen ersten zehn Jahren als Spieler ist mir der Name Kurt Landauer nicht einmal begegnet", hat Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mal gesagt. Als Rummenigge noch spielte, war den Bayern die Gegenwart wichtiger als die Vergangenheit, die Vitrinen mussten mit Pokalen befüllt werden, besonders mit solchen, die im Europapokal erkämpft wurden. Jenem Wettbewerb, dessen Namen der Bayernpräsident Wilhelm Neudecker gierig Arrappakapp auszusprechen pflegte.

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