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Kunstraub in Dresden:Museen besser schützen

Grünes Gewölbe Dresden - Schmucksaal

Der Schmucksaal des Grünen Gewölbes in Dresden. Die Polizei sucht nach vier Verdächtigen.

(Foto: dpa)

Kulturstaatsministerin Monika Grütters plant eine Sicherheitskonferenz für die deutschen Museen, und die Polizei hat Neuigkeiten zum Diebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden.

Nach dem Juwelenraub aus dem Grünen Gewölbe in Dresden will Kulturstaatsministerin Monika Grütters Museumsvertreter zu einer Sicherheitskonferenz einladen. In den deutschen Museen lagerten Kunstschätze, die die "kulturelle Identität" des Landes ausmachten, so Grütters am Mittwoch in Berlin, deren Wert gehe "in die Milliarden".

Eine Sicherheitskonferenz solle deshalb untersuchen, wie Museen ihre Objekte künftig gegen ein "derart brutales Vorgehen" schützen könnten - ein Täter hatte im Grünen Gewölbe mit einer Axt auf das Glas einer Vitrine eingeschlagen -, während die Museen "in gewohnter Weise für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben", so Grütters. Ein Museum sei kein Tresor, es werde immer ein Restrisiko geben, betonte die Kulturstaatsministerin. Aber es müsse alles daran gesetzt, dieses Risiko so weit wie möglich zu reduzieren.

Sie wolle das Thema "Sicherheit in Museen" gemeinsam mit dem Deutschen Museumsbund voranbringen. 70 Museen hätten sich bereits einem Arbeitskreis "Gebäudemanagement und Sicherheit" angeschlossen. Ziel ist ein Austausch von Museen und Ausstellungshäusern aus ganz Deutschland, um möglichst rasch zu klären, in welchen Bereichen der größte Handlungsbedarf besteht. Auch über neue Sicherheitsstandards oder den Einsatz moderner Sicherheitstechnik solle geredet werden.

Die Polizei geht inzwischen von vier Tätern aus. Die Polizeidirektion Dresden bestätigte am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Demnach sollen neben den zwei Tätern, die im Inneren des Residenzschlosses auf einem Überwachungsvideo zu sehen sind, noch zwei weitere Verdächtige außerhalb des Gebäudes gewesen sein.

Unterdessen hätten 205 Hinweise zu dem Fall die Polizei erreicht. Fortlaufend würden neue hinzukommen, hieß es.