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Kunstgeschichte:Vergessen im Schuppen

Louisa Rosario Trinidad Bernadette Baronesse Welczek, Prinzessin von Aldobrandini - so der Titel dieses Porträts, das Leo von König 1940 malte.

(Foto: Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See)

Im Nachlass des Sammlers Lothar-Günther Buchheim sind überraschend Bilder des Malers Leo von König aufgetaucht

Von Sabine Reithmaier

Lothar-Günther Buchheim war ein manischer Sammler. Vieles, was der Verleger, Maler und Autor neben den Meisterwerken deutscher Expressionisten hortete, füllt das Buchheim-Museum. Was er dort nicht unterbrachte, blieb in seinem Haus in Feldafing, füllte Schränke und Schubladen. Aber er besaß auch Objekte, mit denen er nicht so recht etwas anzufangen wusste, und die stopfte er anscheinend kurzerhand in seinen Hausmeisterschuppen. Diesem Vorgehen verdankt das Buchheim-Museum jetzt eine echte Überraschung. Denn als man den Schuppen räumte, der wie das Haus im Oktober 2017 abgerissen wurde, entdeckte man 50 aufgerollte Leinwände, ausschließlich Gemälde und Studien Leo von Königs. "Ein Sensationsfund", schwärmt der Museumsdirektor Daniel J. Schreiber.

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