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Kunst:Wild

Paul Gauguins Ölgemälde "Küstenlandschaft von Martinique", 1887.

(Foto: Ny Carlsberg Glyptotek, Kopenhagen)

Wie die Maler Paul Gauguin und Charles Laval im Jahr 1887 sich auf Martinique für einige Monate ihr Paradies erschufen.

Von Alexander Menden

Das perfekte Idyll: Eine Frau mit buntem Kopftuch und strahlend weißem Kleid sitzt unter einem Bäumchen und verzehrt eine Mango. Neben ihr in Rückenansicht eine weitere Frau, die einen Korb auf dem Kopf balanciert, während im Hintergrund zwei andere reife Früchte von den Zweigen pflücken. Die ganze Szene atmet entspanntes, ja paradiesisches Einssein mit der Natur. Ein Konstrukt, natürlich, aber ein extrem verführerisches. So sehr entsprach das Gemälde, das Paul Gauguin im November 1887 von seinem viermonatigen Aufenthalt auf Martinique mitbrachte, den europäischen Sehnsüchten nach vermeintlich unberührter, naturbelassener karibischer Unschuld, dass Theo van Gogh, Kunsthändler und Bruder Vincents, es für die erstaunliche Summe von 400 Francs kaufte.

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