Kunst Obelisk kommt zurück

Auf den Abriss folgt der Umzug: "Das Fremdlinge und Flüchtlinge Monument", das in Kassel erst in der vergangenen Woche auf dem Königsplatz abgerissen und auf einem Bauhof eingelagert wurde, soll jetzt in der Treppenstraße wieder aufgebaut werden.

Von Catrin Lorch

Auf den Abriss folgt der Umzug: "Das Fremdlinge und Flüchtlinge Monument", das in Kassel erst in der vergangenen Woche auf dem Königsplatz abgerissen und auf einem Bauhof eingelagert wurde, soll jetzt in der Treppenstraße wieder aufgebaut werden. Darauf einigten sich der Künstler Olu Oguibe und Bürgermeister Christian Geselle. Um den Standort des Obelisken mit dem Bibelzitat "Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt" war in den vergangenen Monaten eine Debatte entbrannt, nachdem die AfD ihn als "entstellende Kunst" diffamiert und seinen Abriss oder seine Verlegung gefordert hatte. Olu Oguibe hatte in dem Streit immer wieder darauf hingewiesen, dass sein Denkmal für den Königsplatz entworfen sei und als ortsspezifisches Kunstwerk nicht einfach verlagert werden könne. Nachdem innerhalb einer von den Stadtverordneten beschlossenen Frist keine Einigung erzielt werden konnte, kam es zum Abbau. Auch die Spenden von Bürgern, die sich für den Ankauf engagierten, wurden zurückgezahlt.

Doch schlussendlich hat Oguibe nun doch einem Verbleib am anderen Ort zugestimmt. In seiner Begründung heißt es, dass der neue Standort nicht ideal sei, dennoch seien "die Bemühungen weder gegenstandslos noch vergeblich" gewesen. Denn der öffentliche Wille sei für seine Entscheidung maßgeblich gewesen, ein "sichtbares, fühlbares Denkmal der Documenta 14" und deren "humanistische Vision" zu erhalten.