Spektakulärer Kunstprozess:Fluch der Karibik

Spektakulärer Kunstprozess: Dmitrij Rybolowlew ist ein gerissener Geschäftsmann und Multimilliardär. Doch beim Kunstkauf ließ er sich über den Tisch ziehen.

Dmitrij Rybolowlew ist ein gerissener Geschäftsmann und Multimilliardär. Doch beim Kunstkauf ließ er sich über den Tisch ziehen.

(Foto: Lionel Cironneau/AP)

Der russische Milliardär Dmitrij Rybolowlew hat Hunderte Millionen Dollar zu viel für Kunst gezahlt. Nach neun Jahren hat er jetzt auch einen Prozess gegen Sotheby's verloren. Für den Kunstmarkt ist das keine gute Nachricht.

Von Jörg Häntzschel

Dmitriy Rybolowlew, einst Düngemittel-Tycoon, jetzt Besitzer des Fußballklubs AS Monaco und von vielem, vielem anderen, nennt seinen Fall den "größten Kunstbetrug der Geschichte". Ganz sicher aber ist der juristische Krieg, den er darum ausgefochten hat, einer der längsten, die in der Kunstwelt je geführt wurden. Über neun Jahre hinweg saß Rybolowlew in Gerichtssälen in der Schweiz, Monaco, Hongkong und Singapur, nicht selten, so Beobachter, mit Tränen in den Augen. Doch nun ist es wohl Zeit für ihn aufzugeben. Sein jüngster Prozess, diesmal gegen Sotheby's, endete am Dienstag in New York mit einer weiteren Niederlage: "Not guilty", beschied die Jury. Damit zerschlugen sich auch die Hoffnungen vieler, das Verfahren könne helfen, den Kunstmarkt, der zu Mauschelei, Betrug und Geldwäsche geradezu einlädt, zu mehr Transparenz zu zwingen.

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