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Kunst:Die Botschaft der Gurke

Slavs and Tatars, „Gut of Gab (Ha’mann)“, 2018.

(Foto: Zakowski/Courtesy the artist; Kraupa-Tuskany Zeidler)

Zwischen Wissensdurst und Schabernack: Die Schau "Sauer Power" des Kollektivs "Slavs and Tatars" im Kunstverein Hannover.

Echte Intellektuellen-Kunst sieht selten aus wie Design. Emsige Vielleser, die mit ihrer Arbeit zeigen wollen, wie ein skurriler Königsberger Privattheologe und Anarchismus in Persien zusammenhängen mit Kehllauten in Eurasien und der modernen Genderfrage, pinnen normalerweise schlecht lesbare Zettel an die Wand oder drehen Videos, deren Assoziationen kein Mensch versteht. Deswegen sind die Objekte, die "Slavs and Tatars" herstellen lassen, irritierend. Ästhetisch stehen die plastischen Dinge dieses Berliner Künstlerkollektivs eindeutig näher bei Damien Hirsts protzigem Geldmacher-Stil als bei linker Wandzeitungskunst, die möglichst viel ernsten Text in Ausstellungen presst, weil es ja so viel zu sagen gibt.

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