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Kunst der Reformationszeit:Altäre für streitbare Ritter

DER MEISTER VON MESSKIRCH
KATHOLISCHE PRACHT IN DER REFORMATIONSZEIT
Große Landesausstellung Baden-Württemberg 2017
8.12.2017 – 2.4.2018

Der Wildensteiner Altar, vollendet im Jahr 1536 durch den Meister von Meßkirch, ist dem Abschied Christi von seiner Mutter gewidmet. Doch auf seiner Innenseite hat er auch Platz für knieende Stifter: Graf Gottfried Werner von Zimmern und Gräfin Apollonia von Zimmern, geborene von Henneberg.

(Foto: Staatsgalerie Stuttgart)

Die Kunstgeschichte hat für die Malerei der Reformationszeit wenig übrig. Doch das Gegenüber des Meisters von Meßkirch mit dem Protestanten Heinrich Füllmaurer in Stuttgart rehabilitiert die Epoche.

Von Gottfried Knapp

Zum Ende des Reformationsjahrs eröffnet eine Ausstellung in Stuttgart überraschend lebendige Ausblicke auf eine von den Kunsthistorikern weitgehend totgesagte Epoche der Malereigeschichte in Deutschland: auf die Dreißigerjahre des 16. Jahrhunderts, also jene von konfessionellen Spannungen geprägte Zeit, in der auf dem Gebiet der kirchlichen Kunst nicht mehr allzu viel Erwähnenswertes entstanden sein soll. Der Ausblick ist deshalb so erfreulich, weil die Ausstellung auf katholischer wie auf protestantischer Seite ausgiebig zum Staunen und Genießen einlädt. Sie zeigt Werke, die im Bereich des heutigen Bundeslandes Württemberg entstanden sind, aber erst jetzt, ein halbes Jahrtausend später, zusammengebracht und miteinander verglichen werden.

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