Es hat sich eine Menge Frust aufgestaut: Die großen Techkonzerne investierten zu wenig, zahlten kaum Steuern und „geben der Gesellschaft viel zu wenig zurück“, sagte Wolfram Weimer jüngst in einem Interview. Quasi-Monopole und zu viel Marktmacht, aber auch die Umsetzung von fragwürdiger Politik aus dem Weiße Haus – etwa die kritiklose Umbenennung des Golfs von Mexiko in Golf von Amerika – führt der neue Kulturstaatsminister in einer Art Generalabrechnung ins Feld, wenn es um die Deutungshoheit im Internet geht. Eine Lösung für ihn: die Einführung einer Steuer auf Online-Werbeleistungen in Höhe von zehn Prozent.
„Plattform-Soli“Das Henne-Ei-Problem des Internets
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Löst Wolfram Weimers Idee von einer zehnprozentigen Steuer auf Werbeleistungen die Probleme des heutigen Netzes? Über die große Frage nach digitalem Eigentum, die so alt ist wie das World Wide Web.
