Kultur - Mainz:Kultursommer setzt auf Open-Air und Hybrid

Deutschland
Katharina Binz (Bündnis90/Die Grünen), Familienministerin von Rheinland-Pfalz. Foto: Andreas Arnold/dpa Pool/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Mainz (dpa/lrs) - Die "Heimat Europa-Filmfestspiele" unter Leitung von Edgar Reitz, zeitgenössische Künstler und Jazzmusiker aus Nordeuropa sowie ein Festival an den Schum-Stätten: Trotz der Pandemie geht der 30. Kultursommer Rheinland-Pfalz mit rund 200 Veranstaltungen an den Start. "Mit vorsichtigen Öffnungsschritten und guten Konzepten können wir in den Kultursommer starten", sagte die neue Kulturministerin Katharina Binz (Grüne) am Freitag in Mainz.

"Möglichst Vieles in diesem Kultursommer soll und wird Open-Air stattfinden", sagte der neue Kulturstaatssekretär Jürgen Hardeck (parteilos). Feste Plätze seien dabei meist die Voraussetzung.

Beim "OpenAir Sommer Altenkirchen" beispielsweise tritt neben Konstantin Wecker auch die norwegische Band Ljodahatt auf. Auf dem ehemaligen Bunkergelände "b-05" bei Montabaur wird die Zeit der Wikinger lebendig. Die bereits im Sommer 2020 geplante Rheinfels Saga in St. Goar soll im August möglich sein, und im Schlosshof von Bad Bergzabern ist das Chawwerusch-Theater zu sehen. Typische Keramik des Nordens wird in Landau gezeigt. In der Kunsthalle Mainz sind gleich zwei Ausstellungen nordeuropäischer Künstler zu sehen. Die besten Organisten aus Nordeuropa sind bei den Orgelwochen zu hören.

Das Programm mit dem Titel "Nordlichter" werde wieder mit rund vier Millionen Euro ausgestattet sein, sagte Hardeck. Es umfasst Tanz und Theater, Konzerte, Literaturveranstaltungen, Filmfestspiele und Ausstellungen. "95 Prozent der Kultur-Szene wartet dringend darauf, dass sie endlich wieder loslegen können."

"Die Kultur hat eine unschätzbare gesellschaftliche Aufgabe. Sie ist existenziell für eine Demokratie und die vielfältige Gesellschaft", sage Binz. Deshalb sei es besonders wichtig, die Kulturschaffenden und die kulturellen Einrichtungen aus der Krise zu begleiten.

Allerdings müssten wegen der Pandemie auch in diesem Sommer Zuschauerkapazitäten verkleinert, Veranstaltungen abgesagt oder verschoben werden. Die Literaturfestivals in der Eifel und im Westerwald etwa mussten Termine verschieben, andere setzten - wie auch viele Konzerte - auf Live-Streams. Das Kulturfest für die ganze Familie wurde wegen der Pandemie auf Ende August verschoben.

© dpa-infocom, dpa:210521-99-690526/3

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