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Koreakrieg:Der verdrängte Krieg

"MASH" von Robert Altman aus dem Jahr 1970 spielte im Koreakrieg. In Wahrheit aber zielte die bitterböse Satire auf Amerikas Feldzug in Vietnam.

(Foto: Collection Christophel/action press)

Amerikas Kampf gegen die Nazis war der gute Krieg, Vietnam war der schlechte. Aber Korea? Da erinnert sich kaum jemand dran. Über den Veteranen Wendell Murphy und eine Generation, die kein Lob erwartete.

Von Hubert Wetzel

Wendell Murphy war 18 Jahre alt, als er nach Korea geschickt wurde. Das war im April 1951, und nach so vielen Jahren fällt es dem alten Soldaten schwer, sich zu erinnern und zu erzählen. Aber er weiß noch, dass es furchtbar war, eisig und gefährlich. "Wir haben auf dem Boden geschlafen und uns den Hintern abgefroren." Murphy, der als Artilleriebeobachter in den vordersten Schützenlöchern hockte, löffelte kalte Spaghetti aus der Dose. Einmal erwischte ihn fast ein feindlicher Heckenschütze. Und er wurde schwer verwundet, Splitter einer nordkoreanischen Granate trafen ihn, irgendwo auf einem steilen Gebirgszug namens Heartbreak Ridge. Nach einem halben Jahr im Lazarett musste er wieder an die Front.

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