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Konzert von David Gilmour:Ein Gefühlsstau entlädt sich

Einziges Deutschlandkonzert von David Gilmour

David Gilmour hat mal gesagt, dass seine Gitarren ihm die Songs gegeben hätten. Nun gibt er sie her. Nicht nur die Black Strat, sondern mehr als 120 Stück.

(Foto: dpa)

"Rattle That Lock" ist David Gilmours erstes Album seit fast zehn Jahren. Beim Konzert des ehemaligen "Pink Floyd"-Gitarristen in Oberhausen ist die Freude der Fans gewaltig.

Von Alexander Gorkow

Der ehemalige Pink-Floyd-Gitarrist David Gilmour hat ein neues Solo-Album aufgenommen. Das letzte ist schon neun Jahre alt. Auch auf Tour war er schon lange nicht mehr. Das hat einen guten Grund - er hat keine Lust auf mehr. Er muss ja auch nicht. Selbst ein hochdotiertes Angebot für eine Wiedervereinigung von Pink Floyd hat er vor Jahren mal abgesagt.

Nun aber hat er sein neues Album "Rattle That Lock" seinem vor sieben Jahren verstorbenen Freund und Pink Floyd-Keyboarder Richard Wright gewidmet. Große Gäste hat er dabei ins Studio geladen - den Roxy-Music-Gitarristen Phil Manzanera, die Folkrock-Legenden David Crosby und Graham Nash, den Schlagzeuger Robert Wyatt. Und seine Frau, die Schriftstellerin Polly Samson, hat ihm Texte geschrieben.

Ein abgeklärter, kluger Mann

Alexander Gorkow hat David Gilmour und Polly Samson am vergangenen Samstag bei seinem einzigen Konzert in Oberhausen getroffen. Er hat den Gitarristen dabei als enorm abgeklärten, klugen Mann erlebt. Und eine Halle voller Menschen, die schon lange auf dieses Konzert gewartet haben. Er schreibt: "Würde man die von den Menschen in einer deutschen Mehrzweckhalle erzeugte Erwartungshaltung durch einen Vorfreudegenerator in Strom umwandeln, wäre die Energiewende seit Samstag unter Dach und Fach. Als die ersten Töne des den Melancholievorhang weit aufreißenden neuen Album-Openers "5 A.M." in Oberhausen erklingen, entlädt sich bei den 10 000 in der Halle ein Gefühlsstau, an dem Adorno noch lange zu knabbern gehabt hätte." Die ausführliche Besprechung des Albums, des Konzerts und der Begegnung steht im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung vom Montag.

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© SZ.de/khil

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