Konzert-Performance:Eigenwillige Klangräume

Lesezeit: 1 min

Miriam Arens' Projekt "Liliath" im Einstein

Von Oliver Hochkeppel

Miriam Arens hat eine spannende Vita: Im heimatlichen Augsburg besuchte sie die Musikschule, lernte Klavier und hatte das Glück, mit 15 bei der großen Gospelsängerin Roberta Kelly Unterricht zu bekommen. Später bewarb sie sich am Richard-Strauß-Konservatorium für Jazz-Gesang, wurde genommen und zog nach München (parallel studierte sie Kommunikations-Design). Nach den Abschlüssen reiste sie nach Brasilien, sang in Bands wie Los Chicos del Valle oder Elmar Schmidts Brazil Connection. Ging in die USA, um Workshops der New York Voices und beim Beatboxer Wes Carol zu besuchen. Ließ sich von Claudia Matussek in mongolischen Obertongesang einweisen. Sang - und singt - in diversen Bands alles von Gospel, Swing und Jazz bis zu Revue, Theater (etwa bei "Heimat" am Gärtnerplatz-Theater) und Soul. Tourte nach Russland und China. Begann, Gesangsunterricht zu geben. Und komponierte eigene Musik.

All das kulminiert in ihrem Projekt "Liliath". Der Name steht für die Band und für eine multimediale "illusorische Art-Performance". Seit der Premiere 2009 hat Arens mehrere Programme dafür geschrieben. Musik, Erzählung und Design werden miteinander verwoben, Texte (gern von Lewis Carroll) verbinden sich mit Filmmusik, Ellington, Björk, Beatboxing und Videoprojektionen.

Den neuen Streich "seeker, seeker" präsentiert Arens jetzt drei Tage lang im Einstein. Mit dem Multiinstrumentalisten Niki Kampa, dem Schlagzeuger Josy Friebel, dem Bassisten Boris Boscovic und dem Pianisten Max Osvald macht sie sich in eigenwilligen und filigranen Klangräumen auf die Suche nach dem, "was die Welt im Innersten zusammenhält".

Miriam Arens' Liliath, Mi. bis Fr., 20. bis 22. Sep., 20 Uhr, Einstein Kulturzentrum, Halle 1, Einsteinstr. 42

Zur SZ-Startseite