Konsum:Lokalhelden?

Lesezeit: 6 min

Aktion "Kauf Lokal" bei Hirmer in München, 2016

"Nah = gut". Geht diese Gleichung auf?

(Foto: Alessandra Schellnegger)

"Aus der Region": Der Kauf lokaler Produkte und Dienstleistungen ist zum Hipsterbekenntnis geworden. Doch der neue Provinzialismus macht die Welt nicht besser, sondern engstirniger.

Von Tobias Moorstedt

Eigentlich trinkt ja kein Mensch mehr Bier, um einen Rausch zu bekommen. Nicht im Jahr 2016. Und es geht auch nicht mehr nur darum, den Durst zu stillen. Über die bittersüßen Aromen von Hopfen und Malz legt sich stattdessen beim Trinken eine zweite, viel bedeutendere Informationsschicht. Der Geschmack wird umgewandelt in Sinnesdaten, die ins Gehirn schießen, sich dort zu einer vielschichtigen Botschaft verdichten und scheinbar Antworten geben auf die quälenden Fragen unserer Zeit: Woher komme ich? Wohin bin ich unterwegs? Vor allem aber - bin ich auf der guten Seite?

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Impfschaden
Gesundheit
Gegen jede Wahrscheinlichkeit
Corona-Proteste
Dein Feind und Prügelknabe
Psychologie
"Je weniger Alkohol, desto besser für Körper und Psyche"
Bürgergeld
Wie es mit Hartz IV weitergehen soll
Karriere
"Nettsein ist eine Katastrophe"
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB