DebatteIst Wim Wenders unantastbar?

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Die Größe des deutschen Autorenfilms: Wim Wenders, hier bei den Filmfestspielen in Cannes, bekommt am Freitag die Ehren-Lola der Deutschen Filmakademie.
Die Größe des deutschen Autorenfilms: Wim Wenders, hier bei den Filmfestspielen in Cannes, bekommt am Freitag die Ehren-Lola der Deutschen Filmakademie. JACOVIDES-MOREAU/BESTIMAGE/IMAGO

Nastassja Kinski spricht über ihren Kampf, eine Szene mit ihr als entblößter 13-Jähriger aus einem Film von Wim Wenders entfernen zu lassen. Doch der Regisseur schweigt – und mit ihm die gesamte Filmbranche. Wie kann das sein?

Essay von Claudia Tieschky

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Sie war ein Kind. Die Schauspielerin Nastassja Kinski ist trotzdem im Alter von 13 Jahren in Wim Wenders’ Film „Falsche Bewegung“ bis auf einen rosafarbenen Slip nackt zu sehen. Sie liegt im Bett, ein erwachsener Mann legt sich auf sie, dann macht er Licht, schlägt sie ins Gesicht und streichelt sie. Diese 1974 mehrmals gedrehte Szene in ihrem ersten Film war für Nastassja Kinski eine Erfahrung, die sie bis heute belastet. In der SZ hat sie nun zum ersten Mal ausführlich darüber gesprochen, wie unwohl sie sich fühlte, wie verunsichert sie war: „Obwohl ich mit 13 noch nicht so viel wusste, habe ich schon gemerkt, dass das nicht in Ordnung war.“

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