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Komikerin in New York:Cindy aus Marzahn wird am Broadway gefeiert

Cindy aus Marzahn

Erster Auftritt in den USA: Cindy aus Marzahn am New Yorker Broadway (Archivbild).

(Foto: dpa)

Cindy aus Marzahn ist erstmals am New Yorker Broadway aufgetreten. Natürlich trug sie auch dort ihren rosa Jogginganzug - aber sie überraschte auch noch mit einem anderen Accessoire.

Den rosa Jogginganzug hat Cindy aus Marzahn natürlich auch auf dem Broadway getragen. Klar, der ist ihr Markenzeichen. Aber die Komikerin, die mit bürgerlichem Namen Ilka Bessin heißt, hat sich auch vom Styling her extra auf New York eingestellt. Im Haar trug sie eine Krone à la Freiheitsstatue aus Schaumstoff.

Berühmte Comedians wie Jay Leno und Billy Crystal hätten schon auf der Bühne des Stand-up-Club Carolines gestanden, verkündet ein Sprecher am Dienstagabend betont bedeutungsschwer durch die Lautsprecher. "Sie ist den ganzen Weg aus Deutschland hier her gekommen, bitte heißen sie jetzt die wunderschöne Prinzessin des Plattenbaus willkommen."

Die etwa 200 Zuschauer in dem Kellerclub nahe des Times Squares klatschen und jubeln, als sich Cindy daraufhin in ihrer ganzen prallen pinken Erscheinung durch die Tische und Stühle auf die Bühne zwängt. Einige Frauen in den ersten Reihen haben pinkfarbene Plastik-Diademe in den Haaren. "Auf Cindy" wird an den Tischen geprostet. "Sänk ju, sänk ju, sänk ju." Mit einem wirren Kauderwelsch aus Deutsch und Englisch präsentiert die 42-jährige in der Folge ihre Show "Pink is bjutiful".

Mit Hilfe des Goethe-Instituts

90 Minuten lang bespaßt sie das hauptsächlich deutsche Publikum mit ihrem bewährten Programm und neuen Geschichten aus New York. Kleine Kostprobe: Eine "Cola light" bestellt Cindy nach einer Weile und wird von den Zuschauern rasch belehrt, dass das in den USA "Diet Coke" heißt. "Wat, hier gibt's keine Cola light? Dicke Leute trinken doch immer Cola light und hier müsste es dann doch ein Cola light-Imperium geben", lästert die Komikerin - und wird dann wie immer auch stets selbstironisch. "Ich sollte hier hinziehen, hier habe ich zum ersten Mal keine Minderwertigkeitskomplexe."

Ein Porträt in der New York Times vor etwa anderthalb Jahren, das Cindy als deutsches Comedy-Phänomen feierte, war der Anstoß für die Reise. Organisiert hatte den Auftritt unter anderem das Goethe-Institut. Für die Komikerin war es der erste Aufenthalt in die USA überhaupt. Obwohl Cindy aus Marzahn am Broadway gefeiert wurde, sind weitere Auftritte in New York allerdings vorerst nicht geplant.

© SZ.de/dpa/olkl/mkoh
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