Tod von Gabriel García Márquez:Nach dem Jurastudium als Reporter nach Paris

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Geboren wurde García Márquez am 6. März 1927 im kolumbianischen Dorf Aracataca. Nach einem Jurastudium, das er auf Wunsch der Eltern in Bogota absolvierte, begann García Márquez eine journalistische Karriere - zunächst als Reporter in Kolumbien, später machte er auch in Rom und Paris Station und reiste in die DDR und die UdSSR.

Nach Reportagen und Filmkritiken veröffentlichte García Márquez 1955 seinen ersten Roman: "Der Laubsturm". Doch erst Jahre später gelang ihm 1967 der literarische Durchbruch mit der Familiensaga "Hundert Jahre Einsamkeit".

Weitere Erfolge feierte er mit Romanen wie "Der Herbst des Patriarchen" (1975) und "Chronik eines angekündigten Todes" (1981). 1982 wird er mit dem Literaturnobelpreis geehrt. Das Preisgeld investiert er in die Gründung der kolumbianischen Tageszeitung El Otro.

1985 erscheint der Roman "Die Liebe in den Zeiten der Cholera", der vielen als García Márquez' schönstes Werk und Klassiker der Weltliteratur gilt. 2007 wird die Lebens- und Liebesgeschichte dann erfolgreich verfilmt.

Spätwerke sind die Bücher "Leben, um davon zu erzählen" (2002) und "Erinnerung an meine traurigen Huren" (2004). García Márquez gilt als Verfechter eines demokratischen Sozialismus und als Aushängeschild der kolumbianischen Linken. Sein literarischer Stil wird als "magischer Realismus" bezeichnet.

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