Dem Verleger Ernst Rowohlt, der, wie sein jüngerer Sohn gern kolportierte, mindestens drei Mal fallierte, also bankrottging, diesem großen Verleger, der einer immer wieder gern erzählten Legende zufolge die Güte eines neuen Manuskripts feststellte, indem er sich das Papierbündel an die Stirn haute, dieser Rowohlt brachte sein Verlagsgeschäft auf einen schlichten Satz: „Balzac zahlt alles.“
LiteraturHier tanzt die Republik
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Der Gründer sah sich „im Dienste der Abwehr des Bolschewismus“, mit Günter Wallraff rückte der Verlag nach links. Heute ist Kiepenheuer & Witsch das Dach, unter dem Uwe Timm, Sophie Passmann und Angela Merkel zusammenkommen: Zum 75. Geburtstag einer deutschen Institution.
Von Willi Winkler

Kulturpolitik:„Wohin das führt, sehen wir in den USA“
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer kann Künstler, die sich um eine Förderung bewerben, vom Verfassungsschutz überprüfen lassen. Ein wenig bekannter Erlass des Innenministeriums macht es möglich. Beim Deutschen Buchhandlungspreis gab es jetzt die ersten Ausschlüsse.
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