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Klub:Logo Hamburg

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(Foto: imago images/Hoch Zwei Stock/Ang)

Von Andrian Kreye

Wie alle guten Clubs war das Logo an der Hamburger Grindelallee nie nur ein Ort, sondern immer auch ein Zustand. Heiß, laut, eng und vorndran. Die Eimsbüttler Nachrichten nannten den Club in ihrem Bericht über das drohende Ende wegen Corona "Hamburgs lauteste Sauna". Und wie in so manch anderen Hamburger Läden erarbeiteten sich hier viele Gäste über die Jahre eine Biografie als Ersthörende. Weil im Logo seit 1974 Bands in einem Raum für 450 Leute auftraten, die später riesige Stadien füllten, wie Oasis, Rammstein oder die Sportfreunde Stiller. Deutsche Stars wie Inga Rumpf oder Achim Reichel waren hier zu Hause. Stilprägende Künstler wie Pere Ubu, die Happy Mondays und Wilco spielten. Aber Virus und Seuchenschutz kennen keinen Respekt. Auch nicht vor Rockgeschichte. Seit 12. März ist das Logo zu. Deswegen sammelt der Club nun Spenden.

© SZ vom 19.09.2020

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