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Kleist-Förderpreis:Drei Frauen, gestrandet im Hochhaus

Ivana Sokola erhält für ihr Stück "kill baby" den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik. Es geht um Abtreibung, Familie, kulturelle Identität.

Der 26. Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker geht an Ivana Sokola. Die gebürtige Hamburgerin, Jahrgang 1995, wird für ihr Stück "kill baby" zum Thema Abtreibung ausgezeichnet. Das teilten die Stadt Frankfurt an der Oder und das Kleist-Forum am Donnerstag mit. Die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung ist in diesem Jahr mit einer Uraufführung in Mannheim verbunden. Ivana Sokola lasse in ihrem Stück aus einem Mikrokosmos ein gesellschaftliches Panorama entstehen, heißt es in der Jury-Begründung. Im Zentrum stehen drei in einem Hochhaus gestrandete Frauen unterschiedlicher Herkunft und kultureller Identität, drei Generationen einer Familie auf engstem Raum. Ivana Sokola gelinge es, ihre Figuren nicht zu werten oder zu verurteilen, sondern ihnen Raum zu geben, in dem sie ihre Komplexität entfalten.

© SZ/epd
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