Konzert nach Eklat in Amsterdam:Für die Kunst, gegen die Straße

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"Wir laden Sie gerne in unser Land ein", so das "Jerusalem Quartet" in Amsterdam. (Foto: Robin Utrecht/picture alliance / ANP)

Das "Jerusalem Quartet" spielt nach einem Eklat wegen antiisraelischer Proteste im Concertgebouw. Zu einem bewegenden Samstagabend in Amsterdam.

Von Geertjan de Vugt

Vor dem Eingangsbereich des Concertgebouw stehen vielleicht zwanzig Demonstrierende. Gemessen an der Vielzahl der anwesenden Polizisten dürften wesentlich mehr erwartet worden sein. Doch an diesem Samstagabend bleibt es ruhig in Amsterdam. Auf der Wiese gegenüber, dem Ort, an dem normalerweise große Demos stattfinden, liegen Gruppen von jungen Leuten im Gras. Ein Stück die Straße hoch lehnen Polizisten an ihren Bussen. Einer macht ein Selfie, ein anderer schüttelt einem Aktivisten die Hand. Ein Aktivist teilt an die Passanten Flyer aus mit der Überschrift: "Boycott Israel's Cultural Ambassador Jerusalem Quartet", "Boykottiert das 'Jerusalem Quartet', Israels kulturelle Botschafter". Darunter ein collagiertes Bild von vier Musikern mit Instrumenten und Maschinengewehren unter dem Arm.

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