Klassik:Ab in die Freiheit

Preisträgerin des Sonderpreises des Kulturpreises Bayern 2020

Die Dirigentin Joana Mallwitz in der Nürnberger Oper.

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Die grandiose Dirigentin Joana Mallwitz wird ihren Vertrag mit der Nürnberger Oper nicht verlängern.

Joana Mallwitz ist für das Dirigiergewerbe ein genialer Glücksfall, sie vertanzt verzaubernd Musik. Die 1986 geborene Mallwitz kommt aus Heidelberg, sie hat Klavier und Geige in Hannover gelernt und später noch das Dirigieren draufgesetzt. Ihre ersten Engagements führten sie zurück nach Heidelberg, dann wurde sie 2014 in Erfurt und vier Jahre später in Nürnberg Generalmusikdirektorin - der preußisch militärische Titel bezeichnet den höchsten Anstellungsgrad eines Dirigenten in manchen deutschen Häusern. Mallwitz dirigierte sich von Erfolg zu Erfolg, Publikum wie Kritiker liegen ihr einmütig zu Füßen, so letztes Jahr auch bei den Salzburger Festspielen bei ihrer sensationellen Mozart-"Così". Dass solch einer Ausnahmekünstlerin Nürnberg bald nicht mehr genügen würde, war absehbar. In zwei Jahren endet dort ihr Vertrag, sie wird ihn nicht mehr verlängern, es wird lange Gesichter geben. Aber vielleicht auch eine ähnlich grandiose Nachfolgerin?

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