„Kissing Tartu“:Massenküssen und ESC-Songs in der Kulturhauptstadt

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Der österreichische ESC-Star Conchita Wurst tritt bei einem „Kissing Tartu“-Konzert auf. (Foto: Alexander Welscher/dpa)

In Estland wird Tartu auch „Stadt der ersten Liebe“ genannt. So viel auf einmal geküsst wurde in Europas Kulturhauptstadt 2024 aber selten. Bei „Kissing Tartu“ knutschen Tausende zu Eurovision-Songs.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Tartu (dpa) - Musikalisch begleitet von live aufgeführten Eurovision-Song-Contest-Liedern haben sich in der Europäischen Kulturhauptstadt Tartu am Samstagabend Tausende von Menschen geküsst. Beim Massenküssen-Event „Kissing Tartu“ pressten bei einem Open-Air Konzert auf dem Rathausplatz von Estlands zweitgrößter Stadt unzählige Kusswillige ihre Lippen aufeinander, umarmten sich oder küssten andere auf die Wangen. Damit sollte ein Zeichen für Offenheit, Menschlichkeit und Respekt gesetzt werden.  

Höhepunkt war ein gemeinsamer Kuss zu den Klängen des estnischen ESC-Gewinnersongs „Everybody“ von Tanel Padar & Dave Benton, mit dem das Duo 2001 den Wettbewerb gewann - Estlands erster und bislang einziger Sieg. Gesungen wurde der Song zum Massenküssen von früheren estnischen Eurovision-Teilnehmern und dem österreichischen ESC-Star Conchita Wurst. „Danke, dass ich bei Kissing Tartu dabei sein kann“, sagte die Dragkünstlerin, die auch ihren Hit „Rise Like a Phoenix“ sang - den ESC-Gewinnersong 2014.

Neben Wurst traten in Tartu 19 weitere Interpreten auf, die Estland einst beim europäischen Gesangswettbewerb vertreten haben. Sie sangen ihre eigenen und teils auch Lieder anderer Künstler - darunter etwa „Ein bisschen Frieden“ von Nicole, mit dem die Sängerin 1982 für Deutschland gewann. 

„Wir feiern in diesem Jahr 20 Jahre Estland in der EU und auch, dass wir seit 30 Jahren am Eurovision Song Contest teilnehmen“, sagte Bürgermeister Urmas Klaas der Deutschen Presse-Agentur dpa in Tartu. „Ich erinnere mich noch ganz gut an die ersten Auftritte und wie wichtig das damals für uns war. Das war eine Art Identifizierung für Estland - wir durften wieder als freier Staat mit unseren Musikern auf der freien Bühne von Europa stehen.“

Aufgebaut war die Bühne in Tartu vor dem historischen Rathaus um den Brunnen mit den Bronzefiguren zweier sich unter einem Schirm innig umarmender und küssender Studenten. Die Skulptur mit dem Namen „Küssende Studenten“ gilt als Wahrzeichen der knapp 100.000 Einwohner zählenden Universitätsstadt - und sollte zum Nachahmen einladen. In Estland wird Tartu auch die „Stadt der ersten Liebe“ genannt. 

„Kissing Tartu“ galt als einer der Höhepunkte des Europäischen Kulturhauptstadtjahres in Tartu, das unter dem Motto „Arts of survival“ steht. Neben der estnischen Stadt tragen 2024 auch das Salzkammergut und Bodø in Norwegen den Titel als Europäische Kulturhauptstadt.

© dpa-infocom, dpa:240519-99-86076/2

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