Das Erzählen erzählen, mit allen Mitteln. Gleich zu Beginn gibt es den guten Rat: Nicht aufhören zu atmen. Der Fitnesscoach Et hält das für eine grundsätzliche Überlebenshilfe. Gleich darauf wird er gefeuert. Er leidet an seiner neuen Freiheit, an Ziellosigkeit und Depression. Seine zwei Ex-Arbeitgeber bleiben ihm auf den Fersen wie ein mephistophelisches Doppelgespann. Mit fiesen Kommentaren und schikanösen Ratschlägen. Et will von der Brücke springen und stellt sich ziemlich deppert dabei an. Malte Wirtz ist ein Theatermensch, er sucht im Kino die Naivität. Das Berliner HAU ist der Sammelpunkt seines Films. Die Stadt ist schönste Abstraktion, so lange man sich auf Distanz hält. Sonst rutscht man schnell ins Absurde und landet wieder beim Theater. Von Fritz Göttler

Bild: déjà-vu film 24. August 2017, 12:222017-08-24 12:22:11 © SZ.de/jbee