Sieben Tage, dann ist er endlich da, der ersehnte Brief aus Rom vom Papst. Der Countdown läuft, mit wuchtigen schwarzen Ziffern wird er in die Bilder gestanzt. Die dicken Zahlen suggerieren Endgültigkeit – ein Schicksalsentscheid. Es ist August 1948 in Kalkutta. Die Nonne, die man später weltweit als Mutter Teresa kennt und verehrt und die 1979 den Friedensnobelpreis erhalten wird, arbeitet damals als Oberin eines Ordens der Loreto-Schwestern, aber sie will eine eigene Ordensgemeinschaft gründen, die „Missionarinnen der Nächstenliebe“. Sie wuselt durch die Armenviertel der Stadt, teilt Brotkügelchen aus, verbindet Wunden.
KinoDie eigene, unnütze Identität auslöschen
Lesezeit: 2 Min.

Später wird sie einmal als Mutter Teresa bekannt werden: Der Film „Teresa“ über eine junge Nonne erzählt von der heiligen Unordnung im Herzen einer jungen Frau.
Von Fritz Göttler