Kino Mehr Vielfalt: Oscar-Akademie ernennt 774 neue Mitglieder

Die Oscar-Akademie setzt auf Vielfalt: mehr Frauen und mehr nicht-weiße Minderheiten.

(Foto: dpa)
  • Die Oscar-Akademie hat 774 neue Mitgleider ernannt.
  • Unter den Neuzugängen der Academy of Motion Picture Arts and Sciences sind Frauen und Minderheiten deutlich besser vertreten als zuvor.
  • Auch zwei deutsche Filmschaffende können der Akademie beitreten: Schauspieler Daniel Brühl und Regisseur Fatih Akin.

Nach der Kritik der vergangenen Jahre setzt die Oscar-Akademie ihre Bemühungen um mehr Vielfalt fort. 774 Filmschaffende hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in diesem Jahr als neue Mitglieder eingeladen - so viele wie nie zuvor. Unter den Neuzugängen sind Frauen und Minderheiten deutlich besser vertreten als zuvor.

Nach Angaben der Akademie machen Frauen 39 Prozent der neuen Kandidaten aus. Damit steigt der Frauenanteil in der 7000 Mitglieder starken Organisation auf 28 Prozent an, im Jahr 2015 waren es noch 25 Prozent. Der Anteil nicht-weißer Mitglieder wächst von 8 auf 13 Prozent an. Im vergangenen Jahr hatte die Akademie angekündigt, mehr Frauen und Minderheiten aufzunehmen. Der Verband setzte sich bisher aus überwiegend älteren, männlichen Mitgliedern weißer Hautfarbe zusammen.

Wie der Verband mitteilte, stehen 24 Oscar-Preisträger und Vertreter aus 57 Ländern auf der Liste. "Wonder Woman"-Star Gal Gadot, "Star Wars"-Darsteller Adam Driver und die bei der vergangenen Oscars nominierten Schauspieler Ruth Negga und Lucas Hedges sind unter den Auserwählten. Justin Timberlake wird in der Sparte Musik aufgelistet, der Däne Martin Zandvliet und Oscar-Preisträger Barry Jenkins in der Regie-Sparte. Auch zwei deutsche Vertreter können der Oscar-Akademie beitreten: Schauspieler Daniel Brühl und Regisseur Fatih Akin. Die neuen Mitglieder dürfen künftig bei der Vergabe der Oscars mit abstimmen.

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