Filmstarts der WocheWelche Filme sich lohnen und welche nicht

"Manaslu" reinszeniert Hans Kammerlanders tollkühnste Bergreisen. Und "Die Frau des Nobelpreisträgers" verlässt sich zu sehr auf die exzellente Glenn Close.

Von den SZ-Kinokritikern

Colette

Die Lebensgeschichte der legendären Sidonie-Gabrielle Colette wurde nicht zum ersten Mal verfilmt. Aber erstens ist Keira Knightley hinreißend in der Rolle der Frau, die sich von ihrem Mann überreden lässt, in dessen Namen die Erfolgsromane über die sexuelle Erweckung der Belle-Epoque-Heldin "Claudine" zu verfassen und dabei eigene Sehnsüchte und emanzipatorische Kräfte entdeckt. Und zweitens hält Wash Westmoreland seinen Film feinfühlig zwischen Arthouse-Kostümdrama und selbstreflexiver Unterhaltung. Die Energie dieses Identitätskampfes erzählt aus der Vergangenheit heraus auch etwas über das 21. Jahrhundert. Von Annett Scheffel

Bild: dpa 3. Januar 2019, 06:032019-01-03 06:03:02 © SZ.de/jmau