Kim Gordon, 72, ist eine der großen feministischen Ikonen der Rock’n’Roll-Geschichte. Und so etwas wie der weibliche Leonardo da Vinci des US-Postpunk-Underground: Gordon wurde nicht nur als Sängerin, Bassistin und Songschreiberin der New Yorker Band Sonic Youth weltberühmt, sondern auch als bildende Künstlerin, Filmemacherin, Autorin, Unternehmerin und Modedesignerin. Seit dem Ende von Sonic Youth 2011 hat sie sich mit freigeistig-experimenteller Rockmusik eine Solokarriere aufgebaut, in diesen Tagen erscheint ihr drittes Album „Play Me“. Zum Interview schaltet sie sich via Zoom aus New York zu, wirkt bisweilen ein bisschen knarzig, aber spricht offen über alle gewünschten Themen – sogar über Geld.
Pop„Spielt mit mir, wenn ihr euch traut!“
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„Sonic Youth“-Mitgründerin und Großgrantlerin Kim Gordon über die Gier der Oligarchen und die Frage, was man Gerhard Richter für ein Cover zahlen muss.
Interview von Joachim Hentschel
