Ukraine„Wir können das Leben nicht aufschieben, nur weil Krieg herrscht“

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„Nichts ist normal in unserem Leben, und trotzdem muss es gelebt werden“: Die Direktorin Olesia Ostrovska im „Kunstarsenal“ in Kiew.
„Nichts ist normal in unserem Leben, und trotzdem muss es gelebt werden“: Die Direktorin Olesia Ostrovska im „Kunstarsenal“ in Kiew. Friedrich Bungert

Das Kunstarsenal in Kiew ist eines der größten, ehrwürdigsten Museen Europas und bestens besucht. Ein Gespräch mit der Generaldirektorin über die Leistung von Kunst in Kriegszeiten und die Umwandlung zum barrierefreien Museum, weil viele Besucher im Krieg Arme oder Beine verloren haben.

Interview von Sonja Zekri

Die ukrainische Museumsdirektorin Olesia Ostrovska empfängt im Mantel, denn in ihrem Büro herrschen Temperaturen um den Gefrierpunkt. Sie ist Generaldirektorin des „Mystetskyi Arsenal“, des gigantischen Kunstarsenals in Kiew, außerdem Ex-Vize-Kulturministerin und eine der führenden Intellektuellen des Landes. Russland bombardiert Kraftwerke, Rohre und Leitungen, und die Ausnahme-Kälte dieses Winters weicht nur langsam, also führt sie aus dem Verwaltungsgebäude über den Hof ins deutlich wärmere Gewölbe des Museums. Das Gespräch beginnt mit Details des ukrainischen Heizungssystems, ist dann aber schnell bei Menschheitsfragen.

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