Künstliche IntelligenzWas, wenn sich alle irren?

Lesezeit: 5 Min.

Illustration: Stefan Dimitrov, Foto: imago

Laut der Investorenlegende Steve Eisman beruht das internationale Finanzsystem heute auf einer einzigen Annahme: Die gängigen KI-Modelle werden stetig besser. Aber da gibt es berechtigte Zweifel – die Konsequenzen wären gigantisch.

Von Felix Stephan

Zum Einstieg in diesen Text kurz das Protokoll eines Gesprächs, das neulich vom Büro des SZ-Feuilletons aus mit dem leistungsstärksten KI-Modell geführt worden ist, das der allgemeinen Öffentlichkeit heute zugänglich ist: dem Google-Modell „Gemini 3.0“. Dieses Modell, so die bescheidene Bitte, sollte den Titel eines Buches finden, in dem sich der Historiker Götz Aly mit der Geschichte Berlins im April 1945 beschäftigt, und die Antwort lautete: „Als alle Dämme brachen: Die Endphase der NS-Herrschaft und der Archipel-Gulag“.

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