Pop„Nichts als Verfall, also verfallen auch wir“

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„Deswegen gebe ich auf“: Sängerin Kelela.
„Deswegen gebe ich auf“: Sängerin Kelela.
Neva Wireko

Eine Dystopie voll von Dürre, Brandstiftung und Einsamkeit: Kelela besingt den Untergang – und die Resilienz, die trotzdem Hoffnung spendet.

Von Luca Viglahn

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Der Song beginnt mit einem einfachen Gitarrenriff, das zwischen zwei Akkorden oszilliert. Darunter legt sich ein sanftes Bassrauschen, und Kelela erzählt von einer Dystopie: von Dürre, Brandstiftung und Einsamkeit. Der Refrain setzt ein, eine Gitarre brüllt und wütet immer weiter über den Mix, die Kickdrum wummert in endlosem Hall und Kelelas Stimme drängt plötzlich aus allen Richtungen. Ein bisschen klingt das nach Science-Fiction, ein bisschen auch nach einem New-Age-Gottesdienst. Schließlich wird alles still, nur ein leises Feuer knistert in der Ferne. Und Kelela säuselt mit computerverzerrter Stimme einen letzten Satz: „Only decay, so we decay“ – „Nichts als Verfall, also verfallen auch wir“.

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