RomanEs wäre doch so schön gewesen

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Die Welt der Vorstellungen und die Wirklichkeit sind nicht mehr auseinanderzuhalten in den Romanen der US-amerikanischen Schriftstellerin Katie Kitamura.
Die Welt der Vorstellungen und die Wirklichkeit sind nicht mehr auseinanderzuhalten in den Romanen der US-amerikanischen Schriftstellerin Katie Kitamura.
IMAGO/Marilla Sicilia/ZUMA Wire

Zu einer prominenten Schauspielerin kommt ein junger Mann und enthüllt: „Du bist meine Mutter.“ Könnte er der Sohn sein, den sie nie hatte? Katie Kitamuras Roman „Die Probe“ spielt mit Wahrheit, Wünschen und Vorstellungen.

Von Hubert Winkels

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Die Erzählerin in Katie Kitamuras drittem auf Deutsch erschienenen Roman „Die Probe“ ist Schauspielerin von Beruf. Sie steht so gut wie jeden Abend auf der New Yorker Theaterbühne, das Stück ist erfolgreich, sie wird von ihren Kollegen geschätzt, wohl auch gemocht, man probt zusammen, geht nach der Aufführung essen, oft kommt der Ehemann dazu. Die beiden bewohnen ein komfortables Appartement an der Upper Westside, eigentlich unbezahlbar, aber man hat Glück gehabt. Tomas ist Schriftsteller, doch sie verdient gut, und dass sie keine Kinder haben, so sagt sie es, ist der entscheidende Grund, warum sie ihren Künstler-Lebensstil ausgiebig pflegen können.

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