LiteraturDas macht die Diktatur mit den Köpfen

Lesezeit: 3 Min.

Die Schriftstellerin Karosh Taha ist 1987 in der Kleinstadt Zaxo im Nordirak geboren. Sie lebt in Köln.
Die Schriftstellerin Karosh Taha ist 1987 in der Kleinstadt Zaxo im Nordirak geboren. Sie lebt in Köln.
Foto: Mina Amiri

In ihrem Roman „Gulistan“ erzählt Karosh Taha das Schicksal einer Kurdin unter Saddam Hussein – mit zerklüfteter Syntax und Bildern am Rande des Wahnsinns. Und ist damit für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Von Sonja Zekri

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Gulistan ist Kurdin und unterrichtet Kunst. Ihr Mann Çiya ist ebenfalls Kurde und arbeitet als Schneider. Im Irak Saddam Husseins liegen ihre Überlebenschancen damit noch niedriger als bei den übrigen Menschen. Als eines Tages zwei Männer in Çiyas Schneiderei stehen und wissen wollen, was das für ein Name an seinem Geschäft sei, „Gulistan“, er irritiere sie, ob es sein Anliegen sei, Verwirrung zu stiften unter den Menschen, hat Çiya keine Chance. Jede Verteidigung würde nur zu weiteren Verstrickungen führen. Çiya ist nicht mehr zu retten.

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