Die Indigenen haben in der Kultur gerade das, was man einen Moment nennt: Von David Graebers und David Wengrows 2021 erschienener Großstudie „Anfänge“, die auf 800 Seiten mit dem Mythos der Primitivität indigener Kulturen aufräumt und als überfällige Korrektur der Weltgeschichte gefeiert wurde, bis zur Omnipräsenz indigener Künstler bei der aktuellen Biennale von Venedig: Mit den weltweiten Debatten um Kolonialismus und Rassismus rückt auch die jahrhundertelange Unterdrückung der Indigenen ins Bild.
Karl-Heinz Kohl: „Neun Stämme“In der Kreativabteilung
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Der Westen hat indigene Kulturen massiv beeinflusst, andersherum aber eben auch: Der Ethnologe Karl-Heinz Kohl zeigt, wo die Spuren dieses Austauschs bis heute sichtbar sind.
Von Jörg Häntzschel
