LiteraturWenn Männer ihre Macht verlieren

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Gibt es das überhaupt, Unschuld? Die Autorin Karine Tuil.
Gibt es das überhaupt, Unschuld? Die Autorin Karine Tuil.
IMAGO/Francesca Mantovani/opale.photo

Ein französischer Ex-Präsident, die Frauen, die er in Mitleidenschaft zieht, und eine heimliche Heldin: „Die Liebeshungrigen“ von Karine Tuil ist ein grandioser Roman über Ruhm, Niedergang und den Körperkult in Cannes.

Von Christian Mayer

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Henry Kissinger, der viele Jahrzehnte lang mit Diktatoren, Präsidenten und hohen Militärs unterschiedlicher Provenienz verkehrte, hat seine Erfahrungen mal so beschrieben: „Macht ist das beste Aphrodisiakum.“ Ein Treibstoff für das männliche Ego also, und natürlich war der Satz auch eine Selbstbeschreibung, weil Kissinger zahlreiche Affären mit prominenten Frauen nachgesagt wurden. Ja, Macht kann ungeheuer belebend sein. Aber sie ist eben nicht nur ein Potenzmittel, sie ist auch ein Rauschgift. Mit fürchterlichen Nebenwirkungen, wenn man auf Entzug ist.

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